„Wie herrlich ist es, nichts zu tun und dann vom Nichtstun auszuruhn.“

 

(Heinrich Zille)

 

Die meisten unseres Jahrgangs sind nun Rentner. Die 63er Regelung hat dies forciert. Jetzt gilt es die Alltagsleere im

Ruhestand zu vermeiden. Wichtig ist, sich mit Menschen regelmäßig zu verabreden, sei es zum Sport oder sonstigen

Freizeitaktivitäten. Zudem helfen Hobbys und man baut Bekanntes aus. Das Motto: Wir machen es nicht irgendwann,

wir machen es jetzt. Mit 65 Jahren kann es riskant sein. Der Beginn des Ruhestands ist der definitive Beweis, dass

man mehr Lebenszeit hinter sich hat als vor sich.

 


Nachfolgend ein Auszug aus dem Jahresprogramm 2015.

 

 

Oskar Barnak und die Ur - Leica

 

Seit 1869 wurden von Ernst Leitz I. Mikroskope und optische Instrumente in Wetzlar produziert. Zum Ende des 19.

Jahrhunderts hatte man schon Weltruf erlangt. Ab 1920 führte nun Ernst Leitz II. die Firma. 1924 wurde die von Oskar

Barnak entwickelte erste Leitz Kamera auf Kleinbildbasis fertiggestellt. Auf diesem Konzept beruhte die Fertigung der

sogenannten Ur – Leica, die 1925 in Leipzig auf der Frühjahrsmesse vorgestellt wurde. Der Erfolg war enorm und nicht

absehbar. Neben Kameras und Mikroskopen entwickelte und vermarktete die Firma Leitz weiter prägende optische

Produkte (Diaprojektoren, Episkope). Der legendäre Ruf der Marke Leica gründet auf eine lange Tradition; exzellente

Qualität in der Fertigung von Objektiven und weiteren optischen Instrumenten. Der Leitz Park Wetzlar mit dem neuen

Firmengelände gewährt Einblicke in die Geschichte der Leica Camera AG. Hier ist eine einmalige Erlebniswelt

 entstanden. Der Besucher kann die Fertigung und die Montage erleben und gleichzeitig eine Ausstellung historischer

Kameras, Objektive und Sportoptikprodukte sowie eine Leica Galerie mit Werken von Leica Fotografen bewundern.

 

 

 

25 Jahre Lust auf Musik

 

Am 15. November 1989 um 4.55 Uhr ging Radio FFH erstmals auf Sendung. Ein bis heute gebliebenes Markenzeichen

sind die Nachrichten um „5 vor“. Zwischenzeitlich sind noch Geschwister - Sender wie Planet Radio und Radio

Harmony entstanden. Bis 2001 wurde aus der ehemaligen Tipp – Ex – Fabrik in Frankfurt – Rödelheim gesendet.

Danach erfolgte der Umzug ins neue Funkhaus in Bad Vilbel. Als Privatsender finanziert sich FFH zu 100 Prozent aus

Werbeeinnahmen und ist nach Ergebnissen der Media – Analyse der meist gehörte Sender der Hessen vor hr 3, hr 4

und hr 1. FFH verfügt inzwischen über sechs Regional – Studios in Hessen. Wir hatten Gelegenheit Radio live zu

erleben und nutzten eine kostenlose Führung um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und erfuhren, wie wer das

Programm gestaltet. Beeindruckend ist der Arbeitsplatz der Moderatoren zwischen Bildschirmen, Reglern und

Tastaturen. Für Musik benötigt man keine Tonkasette, Schallplatte oder CD mehr, sondern ein Mouse - Click

entscheidet was über den Äther geht.

 

 

Besuch bei der „schwarzen Kunst“

 

Die Privatsammlung Buchdruckmuseum Setzkasten zeigt die Druckmaschine, welche von Gutenberg aus einer

Weinpresse entwickelt wurde. Es handelt sich um einen Nachbau von Azubis der Zimmerleute der Theodor – Litt –

Schule. Nichts hat die Welt mehr verändert als die Erfindung des Buchdrucks. Gutenberg hat die beweglichen Lettern

erfunden. Er hat 290 verschiedene Buchstaben und Zeichen von einer Schrift gegossen. Das Setzen von Buchstaben

kann man heute im Museum ausprobieren, es stehen mehrere Schriftkästen zur Verfügung. Auch eine gesetzte

Zeitungsseite, wie sie bis 1973 mit Bleibuchstaben gesetzt wurde und eine Abziehpresse aus dem Jahre 1953, die

noch hervorragend funktioniert, sind zu bewundern.

 

Schnibbeln, simmern und sautieren

 

Zum wiederholten Male trafen sich ca. 10 Männer unseres Jahrgangs wieder an drei Abenden in der Evangelischen

Bildungsstätte um aus frischen Produkten leckere Gerichte zu zaubern. Ob die Köche nun auch in den heimischen

Küchen tätig werden durften ist hier nicht überliefert.

 

“Isar 12 – bitte kommen !“

 

Das 1. Deutsche Polizeioldtimer – Museum in Marburg ist von April bis Oktober jeweils einmal im Monat Sonntags

geöffnet. Die offizielle Einweihung fand im Juli 2003 statt, um dem großen Interesse an den Polizei - Oldies gerecht

zu werden. Im Mittelpunkt des Museums stehen die oft einmaligen historischen Polizeifahrzeuge. Es sind rund 80

Exemplare unterschiedlicher Bauart zu besichtigen, vom Motorrad, Dienstfahrzeug, gepanzertes Sonderfahrzeug bis

zum Wasserwerfer. Die Fahrzeuge mussten oft originalgetreu aus echten Oldies rekonstruiert werden. Sie kommen

auch in Film- und Fernsehproduktionen zum Einsatz. Deshalb war auch der berühmte BMW 501, Baujahr 1962, leider

nicht vor Ort. Weitere interessante Exponate sind u. a. ein Opel P 1 und ein Porsche 924 im Polizeidesign sowie ein

gepanzerter Mercedes 420 SE.

 

Eine Oase in den Marburger Lahnbergen

 

Der Freundeskreis des Botanischen Gartens der Philipps – Universität Marburg e. V. sorgt mit Spenden und

Mitgliedsbeiträgen für die Unterhaltung des Botanischen Gartens. Deshalb muss auch Eintritt erhoben werden, doch

die Ausgabe lohnt sich. Egal ob man Interesse an gärtnerischer Gestaltung hat, Anregungen für den eigenen Garten

sucht oder ihn einfach als Naherholungsgebiet nutzen möchte. Die Gewächshäuser, ein Alpinum, die Farnschlucht,

der Frühlingswald und das Rhododendrongebiet sind sehenswert. Als Höhepunkt gilt der Besuch des

Schmetterlingshauses. Eine Wanderung zum Spiegelslustturm mit imposanten Blicken nach Marburg und ein Besuch

der Brucker Mühle in Amöneburg mit Mühlenführung und Nachmittagskaffee rundeten diesen Ausflug ab.